Sommersurvivor

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Schon als kleines Kind wird einem beigebracht: Bei schönem Wetter geht man raus! Aber seien wir mal ehrlich: In Wahrheit ging es nur darum die kleinen Plagen außer Haus zu haben, denn draußen ist bescheuert! Es blendet einen nicht nur die Sonne, auch die Bong ist meterweit entfernt! Und vergessen wir nicht die Gefahren des draußenseins! 100% aller Terroranschläge haben sich außerhalb deiner Wohnung ereignet. Das Ozonloch wirkt ausschließlich auf Leute ein, die draußen waren. Und was einem draußen alles begegnen kann, von der Vogelgrippe über Neuwahlen bis hin zu Alf! Ein Horror. Es gibt keinen Grund außer Haus zu gehen … essen beim Pizzaservice, einkaufen bei ebay und zahlen mit HartzIV – ein Leben ohne Risiken!

Denken wir an früher, da galt Blässe und Bauch noch als schick und nur der arbeitende Pöbel wurde braun und sportlich. Heutzutage wird man durch sozialen Druck nach draußen getrieben! Ein Skandal! Damit ihr nicht ganz unvorbereitet und wehrlos draußen landet haben eure grossstadtsurvivor mal draußen sein für euch getestet und können euch hier und jetzt die lebenswichtigen gss-draußen-sein-und-surviven-Tips präsentieren:

Findet ihr nicht auch dass es im Sommer überall nach Hippies stinkt? Rot, grün, gelb wohin man sieht. Die ganze Welt, zumindest ihre Köpfe, Schambeine und zum Teil BEINE werden von Dreadlocks überwuchert. Wohin man die Nase wendet, überall schmutzige, nackige Füße. AAAAAAHHHH! Doch Hilfe naht: Gegen Dreadlocks nützt das gezielte Aussetzen von Filzläusen. Züchten kann man die prima in den Eigenen. Und gegen provozierend zur Schau gestellte Stinkefüße hilft Glas. Nein, nicht Gas, das auch, aber Konzept A sollte doch lieber Glas sein. Flaschen, Scheiben, Vasen, niedliche kleine (Glas-)Tiere. Wenn man die geschickt positioniert kann man sogar Hippiebefreite Zonen schaffen.

Sommer heißt immer auch: grillen! Lecker Steak, Würstchen, Bauch oder mal Fisch … lecker. Und so abwechslungsreich … am besten frisch geschlachtet, neben dem Grill, mit den eigenen Händen. Ein Gedicht. Hier kann Mann wieder Mann, Feuer wieder Feuer und Tier wieder Tier sein. Aber auch diese einzige Freude des draußenseins wird uns verdorben. Besserwissende Vegetarier beanspruchen ein Stück des Grills für Tomaten, Kartoffeln oder Käse! Als ob man sowas nicht in der Pfanne machen könnte. Aber natürlich könnt ihr euch auch dagegen wehren! Wickelt einfach frischen Schinken oder euer Steak um den Fremdkörper, schmort es gut zusammen und überbringt es den Vegetariern mit dem freundlichen Gruß: „Ichs habs ein wenig aufgepeppt … sah so fad aus.“

Sommer, nachts im Park. Nur du und ein wunderschöner Mensch des bevorzugten Geschlechts. Die Grille grillt, der Mond mohnt und ihr seid fast am Knutschen, als … bis eine Klampfe am Lagerfeuer ertönt. Sind die nicht seit den 70ern verboten? Bei soviel Klischee hat sogar die romantischste Situation keine Überlebenschance mehr. Hoffentlich habt ihr eine Autobatterie dabei! Die nehmt ihr, schließt sie an 1-50kW Boxen und Verstärker an und blast das Weichei weg. Wenn ihr weder Boxen noch Verstärker habt stellt ihr die Batterie einfach ins Feuer und rennt weg. Weit weg.

Sommer, das heißt leider immer auch: Überfüllte Seen, Freibäder, Tümpel, Bäche, Badewannen, Waschbecken. Überall wo Wasser drin ist, legt sich einer davor. Ach was Einer, Tausende. Wer von euch gerne zwischen schwitzenden Familienvätern und Plattenbaubewohnern voller Kokosöl liegt, der kaufe die erste Zehnerkarte. Ne, ne, so geht es nicht, deswegen gibt es jetzt „einsame Insel“ den polytoxischen Gewässer-Reiniger. Die Handhabung ist Kinderleicht. Ein Tropfen „einsame Insel“ ins Gewässer der Wahl, 24 Stunden abwarten und alle potentiellen Belagerer treiben Gesicht nach unten im Wasser. Wer sich ästhetisch gestört fühlt, und seinen Kindern einen unvergesslichen Urlaubsspaß bereiten möchte, kann die leblosen Körper zu einem Floß zusammenbinden. Für Humanisten gibt es auch die Alternativlösung ein Sonnenstudio direkt am Strand zu eröffnen. Solang es schneller bräunt als die Sonne ist der Strand leer.

So, wir hoffen das reicht an Tips um für diesen Sommer gerüstet zu sein! Und immer dran denken: Im Zweifelsfall lieber daheim bleiben. Vornehme Blässe und Bierbauch sind Zeichen evolutionärer Überlegenheit.

 

Eure grossstadtsurvivor

 

Gratissex und Glück vom Fass gibt’s auf grossstadtsurvivor.de

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der_eine_held

One Response to “ Sommersurvivor ”

  1. Hihi! Das Leben ist eben lebensgefährlich! Zuhause allerdings ebenso ;-)

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