grässlich grün growen

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Handbahnpfau mit den grossstadtsurvivorn

Der Grower, das unbekannte Wesen. Niemand hat je offiziell einen gesehen. Und doch sind die Meldungen voll von ihnen. Wie der Yeti schleicht er sich in unsere Mythen, Märchen und Boulevardsendungen, bewiesen nur durch einen Fussabdruck, beziehungsweise den penetranten Gestank aus der Nachbarswohnung. Grower, das ist eine eigene Spezies. Mit verwirrenden Gerätschaften, exotischen Chemikalien und eigener Sprache mit der sie ihr mysteriöses Handwerk zu erklären versuchen. Dabei braucht es zur erfolgreichen Hanfzucht nur drei Dinge: Licht, Luft und Liebe.

Und natürlich die grossstadtsurvivor-superkomplizierte-Megaformel-für-ultimativen-Growerfolg. Man nehme den pH-Wert der Anlage, multipliziere ihn mit dem Durchschnitt aus der Anzahl der täglichen Lumenstunden und der dazu benötigten Kilowattstundenzahl. Davon zieht man den monatlichen Wasserverbrauch in Hektolitern ab, nimmt es mal 220 Volt. Dann rechnet man die Wurzel aus dem Sauerstoffgehalt und der Luftfeuchtigkeit dazu. Das Ergebnis addiert man zur durchschnittlichen Erderwärmung und teilt es durch den Winkelabstand des aktuellen Mondgefälle am Tag der Geburt des Growers (beachten: Mond auf oder absteigend). Zieht man nun noch die Anzahl der Nasen im Haus ab, ist das Ergebnis immer 42. Das bringt uns zwar auch nicht weiter, ist aber mal eine ultimative Antwort.

Wie entsteht Gras eigentlich?
Genau wie Mutti sagte! Also da sind Bienchen und Blümchen und dann … wirklich … diesmal stimmts. Nein doch nicht, auch hier gilt: männliche und weilbliche Hanfpflanze im Darkroom aneinanderkuscheln, Poppers dazu, und dann (siehe sexsurvivor THCene 06/07). Aber auch das ist nur noch Romantik. Gerade neuste Anbautechniken sind äusserst lustfeindlich: Feminisiertes Saatgut (vgl. Umerziehung zum Linkshänder, nur werden hier alle zu Frauen oder Transvestiten) Hormonbeigabe, Paarungsverbot. Kein Wunder das Gras eine so seltene Pflanze ist. Das muss ein Ende haben. Deshalb gründen wir hiermit free samen, die Bewegung zur Emanzipation der cannabischen Sexualität. free samen hilft den Cannabinoiden durch liebevoll einstudierte Schwänzeltänze bei der Fortpflanzung. Und free samen geht Hand in Hand mit unserem Dritte-Welt-Programm: Buds statt Böller.

Grundlagen
Damit auch ihr in Zukunft politisch korrekt und im Sinne von free samen growen könnt haben eure grossstadtsurvivor die besten Tips und Tricks zur Aufzucht von Hanf gesammelt. Auf in den Grow!

Strom
Die meisten Grower erwischts über die Stromrechnung. Du brauchst also einen guten Draht zu deinem örtlichen Stromanbieter. Wir empfehlen: Geh hin und lass deine Verbrauchspauschale anheben, entführ die Tochter vom Vorstandsvorsitzenden und kauf mit dem Lösegeld die Aktienmehrheit. Anschliessend lässt du verkünden das du jeden feuerst der dich verpetzt.
Es geht aber auch einfacher: Kernfusion für den Hausgebrauch, mit Solarpanels bestückte Schildkröten (jäten auch Unkraut), Kerzenlicht oder du eröffnest einfach ein Solarium in deinem Eingangsbereich.

Licht
Deine Pflanzen brauchen genau abgestimmtes Beta-Sieben-Alpha-Neun-Strahlen-Licht aus dem mintgrünen Spektrum. Das Beste davon bekommst du im Scheinwerferlicht von Fußballstadien – direkt in der Mitte. Musst nur den Platzwart dazu bringen, dass er nicht mehr mäht, die Spieler zum drumrumspielen, die Zuschauer zum schweigen, die Polizisten … na ihr schafft das schon.

Wasser
Wasser ist nicht gleich Wasser. Für erstklassige Ergebnisse empfehlen wir “grossstadtsurwasser” bestehend aus 1/3 Weihwasser (per Raubmord aus einer echten katholischen Kirche entwendet), 1/3 organisch biologisierte, schwingungsbereinigte und mit der Wünschelrute behandelte Coca-Cola (nur das Markenprodukt) und 1/3 Badewasser einer Brandenburgischen Zuchtsau.

Erde/Dünger
Das ultimative Erde-Dünger Gemisch könnt ihr ganz einfach selbst herstellen: Hanfsamen mit einer üppigen Mahlzeit zu sich nehmen. Üppige Mahlzeit in einen Topf entsorgen. Giessen.
Ort
Der beste Ort der Welt ist bei Mutti in der Besucherritze! Naja, nicht unbedingt für deine Hanfpflanzen. Aber auch dafür das Haus zu verlassen ist keine sonderlich gute Idee. Warum: gefährlich hoher Anteil frischer Luft in der Luft, man muss das Haus und damit die Bong verlassen, Fremde, Terror, Alltag … REALITÄT. Sollte man doch draussen anbauen müssen, unbedingt den Weg zur Pflanzung mit Brotkrumen markieren und aufs Pfefferkuchenhäuschen achten.

Aber damit hier keiner der bösen Hexe Realität zum Frass vorgeworfen wird, haben eure grossstadtsurvivor ein ganz besonderes all-in-one-System entwickelt. Eine einzigartige Symbiose zwischen Kiffer und Pflanze, die von beiden nie wieder verlassen werden muss. Die Pflanze atmet das aus was du einatmest und umgekehrt und die Regenwürmer im Boden versetzen das Gemisch mit NO2. Die “to live in”-Growbox ist gerade einmal so gross wie ein handelsüblicher Kühlschrank, aber mit allem ausgestattet was du und Pflanze brauchst. Kernelement des ganzen sind die Handbücher: “Kochen mit Gartenabfällen” und “Mein (einziger) Freund die Pflanze”. Gedüngt wird mit Kacke. Und spätestens nach der ersten Ernte scheint einem die Sonne aus dem Arsch, dann spart man sich auch die 10 Stunden Laufrad für die Lampen täglich.

Produkte
Doch die “to live in”-Growbox ist noch längst nicht alles, was die neue gss-growing-spezial-Produktpalette zu bieten hat. Sei es der “Erntinator”, der nostalgische Mähdrescher für Felder ein bissi kleiner als die der grossstadtsurvivor, oder der von uns persönlich durchgeführte Anrauchservice, der sämtliches Gras auf Verunreinigungen hin prüft. Des weiteren mit dabei: “Mehrdicht”, das Grastuning-Spray aus Sprühkleber tuned Wirkung und Optik, “Mief”, von euren grossstadtsurvivorn original selbstproduzierter natürlicher Dünger (jeden Monat beim Zeitschriftenhändler ihres Vertrauen), “AAAuuuU” die CD zum Grow, mit Aalgesängen deiner grossstadtsurvivor (wirkt stimulierend auf die Pflanzen), “Gogrow de luxe” ein Growschrank, baugleich mit Ikea-Billy Regal aber 10 Euro teurer, und seit neuestem nun auch online, die Mitgrowgelegenheit: Wohnungen von Hartz IV Empfängern quadratmeterweise an Grower zu vermieten.

Trocknen:
Zum Trocknen eurer vegan geschächteten Babys empfehlen wir einen kompakten schnellen Brüter für den Wäschekeller, oder eigenhändige Bebrütung im Daunenbett. Und wer wirklich das Solarium hat: Hier kann es außerhalb der Geschäftszeiten gute Dienste erweisen!

Das Ergebnis:
Endlich liegt es vor dir und glänzt wie Gold. Natürlich schmeckts dir. Aber du brauchst objektive Richter. Deine Freunde sind dazu unbrauchbar, denn sie wollen deine Freunde bleiben. Doch wir helfen dir, dass gss-Lexikon übersetzt dir ihre Aussagen. (Alternatives, antikapitalistisches Konzept: zuhause einsperren, alles selber rauchen, sich einreden es sei das beste Gras der Welt und alle wollen nur die geheime Superformel. Sogar deine Mutter obwohl du das von der nun wirklich nicht gedacht hättest.)

gss-Lexikon der gefälligen Grasbewertungen
„Man kanns zumindest als Tabakersatz nutzen.“ Soll heissen du hast vermutlich die falsche Pflanze grossgezogen.
„Schmeckt ganz gut“ - Knallt halt leider nicht.
„Riecht irgendwie wie Rasen“ - muss ich das rauchen?
„Total geil“ - Wenn ich Werbung mach, krieg ichs dann billiger?
„Ja ist fast so gut wie meins damals.“ - Seht ihr mein Ego?
„Das hast du aber fein gemacht“ „Das ist aber ein ganz schön grosser Bud den du da hast“ - Wollen wir Freunde bleiben?

Es ist übrigens kein Problem wenn die Ansagen alle eher Richtung “lass mal stecken” tendieren: Wie hat Oma schon gesagt? Medizin muss furchtbar schmecken, sonst wirkt sie nicht. Und sollte sich trotz all unser Tipps kein Growerfolg eingestellt haben, gibt es ja immer noch die Hotline zu der man Tag und Nacht Standardgrünen bestellen kann:
110

eure grossstadtsurvivor(.de)

Rechtsbeleerung:
Die grossstadtsurvivor empfehlen an dieser Stelle, auch im Sinne der deutschen Rechts- und Gesundheitspflege ausdrücklich: Lasst es sein, hört auf mit dem kiffen, das ist nicht gut! Packt alles schön klein und fest ein und schickt es euren grossstadtsurvivorn. Wirklich mann, hört auf!

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