Agentur für Arbeit empfiehlt: Drogen- und Menschenhandel - ein Beruf wie jeder andere!

mario-dealer.gifDeutschland im Jahr 2008: 3,9 Millionen Arbeitslose.Gescheitert in ihrer Karriere als Pornostar, Bundestagsvorsitzender, glücklich-zufälliger Millionär. Sitzen nur zu Hause rum und vergeuden Steuergeld beim Teleshopping. Aber Hartz 4 ist auch keine Lösung. Warum denn Ansprüche runterschrauben? Werdet doch einfach DEALER (1A Referenz im Lebenslauf).

Ein Dealer handelt mit Drogen. Nicht zu verwechseln mit Dialer (wählt ungefragt 0190 Nummern), Diener (macht alles), oder Dieter (ist gerade auf Malle).
Wie man DEAler wird, erfährt man ausführlich bei der DEA (Drug Enforcement Agency) und zusammengefasst hier.

Dealen ist hartes Brot. Aufsässige Kundschaft, ungeschützter Verkehr mit grossen Mengen toxikologischer Stoffe und 24 Stunden Bereitschaft, sieben Tage die Woche. Puh. Aber es lohnt sich. Das lässt sich ganz leicht beweisen:
N (Anzahl der Kunden) mal Q (Intensität deren Abhängigkeit) mal F (Preis der Lieblingsdroge) =
X (Menge an leicht verdientem Geld)
-eK (eigener Konsum)
-fK (Konsum des Freundeskreises)
-dg (dumm gelaufen)
-AG (Kosten für Anwalt und Gericht)
= max. 0
Das klingt nicht gerade rentabel, aber es gibt zum Glück noch folgende Formel:
-S (eigene soziale Stellung) + XS (soziale Stellung eines Drogenhändlers) mal SX (Menge der je verfügbaren Sexualpartner) = M (Motivation zum Drogenverkauf).
Das wäre also geklärt und wir steigen ein:
Reich werden mit Haschischhandel ist schwerer, als oft in den Medien dargestellt. Man benötigt dazu eine Waffe (möglichst seeeehr groß) und ein Heer williger Cracknutten (für die Freizeit). Die Arbeitszeit füllt sich hauptsächlich mit dem Einstudieren supercooler Körperposen. Der Einstieg sollte spektakulär sein. Es empfiehlt sich, einen möglichst hohen Kredit aufzunehmen, dafür eine größtmögliche Menge Drogen zu kaufen und sie im Rahmen einer Eiskunstlaufshow mit Lasereffekten auf dem Potsdamer Platz unters Volk zu bringen. “Dope on Ice!”
Die ersten Jahre als Existenzgründer sind immer hart. Deshalb sollte man anfangs seine Familie
als billige Arbeitskräfte einspannen, Selbstständigenunterstützung und Beratungsgutschein vom Amt organisieren und Konkurrenten mit einem Tiger verängstigen.

Woran erkenne ich einen Dealer überhaupt bzw. wie unterscheide ich einen Dealer von Hans Wurst?
Er macht merkwürdige Geräusche (pssst, psst), er starrt (ungeduldiges Warten auf einen Kunden, könnte allerdings auch Ausdruck von Aggressivität sein), und er ist Single. Denn dass er nie Feierabend hat, hält kein potentieller Partner lange aus. Sexualleben und Arbeitszeit lassen sich  nicht immer kombinieren. „Und du meinst deine Freunde stört es wirklich nicht, wenn ich hier nackt sitze?”

Die Hierarchie der Dealertypen
Der abgezockte Kleinbauer

lebt vor allem in Afghanistan und Kolumbien. Ohne ihn geht nichts. GAR NICHTS. Leider weiß er das nicht. Daher hat er ein reines Gewissen, aber auch eine geringe Gewinnerwartung. Typischerweise hat er mehrere Frauen und eine Dunkelziffer an Kindern zu ernähren. Die noch optimistischste Zukunftsaussicht ist die Hoffnung darauf, eine Tochter irgendwann den Reichen aus dem Westen mitgeben zu können.

Der Paranoide

Motivation: Truthahn (Turkey). Er wurde noch nie gesehen und man darf ihn nicht anrufen. Dafür katapultiert er haschgefüllte Brieftauben.Er läuft immer mit Zyanidkapsel und unter die Haut implantiertem Sprengzünder für sich und die Tauben durch die Gegend. Seine Wohnung ist eine Hochsicherheitsfestung im Niemandsland mit Krokodil und Kampfente im Burggraben. Er hockt den ganzen Tag mit seiner Schrotflinte auf dem Schoß im Bunker. Hochgradig speedabhängig weil er im Schlaf ja angreifbar würde. Ist sich sicher, dass sein kleiner Zeh am rechten Fuß und der daneben heimlich an der Waage rummanipulieren. Deshalb wohnen die beiden jetzt im Tiefkühlfach bei den Zeugen Jehovas und dem Mann von der GEZ.

Einsame alte Leute
sind perfekt für diesen Job. Sie haben viel zu viel Zeit, nichts zu verlieren und freuen sich über jeden Besuch. Das ist manchmal ein wenig zeitraubend. „Ach, bleiben sie doch noch auf einen Kaffee junger Mann! Schaun sie nur, ich hab grad Pastinaken gemacht!“. Dafür vertippen sie sich ständig auf ihrem Taschenrechner mit den Riesentasten und rechnen immernoch in Mark.

Der Liebhaber
Er verkauft kaum noch, sondern knetet Miniaturtiere für seine kleine Märchenwelt aus Haschisch. Dabei hält er seinen Kunden stundenlange Vorträge über die neuesten Neonröhren, Sorten und den Einfluss von LSD auf den Vietnamkrieg.. Verwechselt Kundschaft und Freundeskreis, weil er zweiteres nicht besitzt. Gegenstrategie: Packung Schädlinge mitbringen und im allgemeinen Chaos flüchten. Gegen die emotionale Armut dieses Typs hilft manchmal auch ein Fisch in der Bong.

Der Altruist
Er kifft selber nicht, ist aber harmoniesüchtig und nur glücklich, wenn alle um ihn herum bekifft sind. Hat nie Geld, aber viele Freunde – vorrausgesetzt er kann sie alle glücklich machen. Schmilzt dahin bei Hundeblicken und Tränchen. Also einfach auf die Hinterpfoten stellen und bemitleidenswert schnüffeln und schon stimmt der Preis. Wenn er mal Dope übrig hat, spendet er es der Bahnhofsmission oder verfüttert es an Tiere im Streichelzoo.

Der schneidige Kapitalist
wählt FDP und drückt einem ständig Werbeplakate seiner Wahlkreiskandidatur auf. Will Legalisierung verhindern, um Preise hoch zu halten. Tritt gern in Form organisierter Kriminalität,  Politik und Religion auf. Verkauft nicht nur Gras, sondern alles was sich lohnt. Härtere Drogen, Kriegsgerät und seine Grossmutter in Einzelteilen.

Der Kleinverteiler
Steht am Arsch der Nahrungskette und ist so etwas wie die Cracknutte/ der traurige Clown unter den Dealern. Macht nur die schlechtbezahlte Drecksarbeit und hat oft nicht einmal genug Umsatz zur Finanzierung des eigenen Konsums. Da er aber noch jung und wissbegierig ist (schaut regelmäßig Gangsterfilme zur Fortbildung), hat er gute Chancen auf Beförderung. Hauptaufgabengebiet: Mischen mit billigeren oder giftigeren Substanzen. Beliebte Streckmittel: Nashorn-Horn (macht das Gras potent), Streichwurst (des vollen Geschmacks wegen),
LSD (macht selbst Kinderknete rauchen zu einem netten Zeitvertreib).

Der Schmuggler
Die romantischen Zeiten, als der Spediteur der grosse Gewinner war, sind leider vorbei. Geschmuggelt wird nicht mehr in den Instrumenten der Beatles, sondern in den Ärschen der Globalisierungsverlierer. Heute gibts für die Transporter eher Schläge fürs Spülen als Koks zum Ziehen, aber immer noch besser als gar kein Job.

Marketingstrategien mit Erfolgsgarantie im Dickicht des Drogenhandels

Verkaufsflächen mit erweitertem Angebot: Blättchen, Bongs, Kifferzeitungen, Schokolade, Fertigpizza und Hustensaft. Das Sortiment ist unbegrenzt erweiterungsfähig. Mädchen, Waffen, Liquor von Schizophrenen , Aga-Kröte…  Ihr Schwarzsupermarkt frei nach dem Motto: Für Geld gibt’s hier alles. Sogar Service deluxe: Tütendreher, mobile Spritzteams, Fernsehfernbediener und den Typ der dem Pizzaservice die Tür aufmacht.
Wartezimmer mit Strippern (all denen, die ihre Schulden nicht bezahlen konnten), Kinderspielecke mit Ballpool, damit Mami sich in Ruhe abdichten kann (später darf sie natürlich auch mitspielen) und für entzugsgeplagte Aggros gibt es sogar die Möglickeit, niedlichen kleinen Tieren den Kopf abzubeißen. Entertainment bieten des weiteren der  Kundenwhirlpool mit Hostessen und eine Tigerdressurshow zu jeder vollen Stunde.
Imagewerbung: Das glücklichere Gras! Das dichtere Haschisch!
Wenn das auch nicht hilft, sollte man Marktlücken besetzen. Vergoldetes Gras für den Hochpreissektor, mit Glassplittern und in Benzin getränkt für Draufgänger, Gras mit Schokoladengeschmack und buntes Gras gegen Langeweile im Vertriebsalltag, sowie Gras ohne THC für Kinder.
Extras: Flatrate (allyoucansmoke) mit Hartz4-gerechtem Familienrabatt und Überdosis-Krankenversicherung. Da in unserer Gesellschaft alles immer schneller gehen muss: Drive-In- Abholung in Waschanlage mit Bongreinigung.
Vetrieb: Dope per Internetdownload (www.dope24.com), oder per Crackvertreter an der Haustür (Tschuldigung ist ihre Tochter da?) und für Notfälle: der rasende Retter mit Blaulicht und Bong auf der Kühlerhaube. Dabei sollte man ständig die Top-Zielgruppen im Auge behalten: Regierungsviertel, Raves, Sinnsuchende, frisch Geschiedene, einsame alte Leute, Kinder (Verkauf vor Schulen und Kindergärten aus dem Bauchladen zusammen mit Luftballons und Lutschern). Einmal angeworbene Kunden sollten unbedingt emotional gebunden werden. Zum Beispiel durch die Praxisgemeinschaft mit Methadonprojekt und Drogenküche. Dort gibts Überweisungen quer durch´s Haus bis die Drogenabhängigen da sogar ihre Wäsche machen lassen.
Effizienzsteigerung erreicht man durch kostengünstige Drogenproduktion in Sweatshops und Cracklabore in Kindergärten.

Bezahlung
Kiffer sind, wird behauptet, eher nicht so die super-erfolgreichten Karrieretypen, deswegen gibt es hin und wieder Zahlungsschwierigkeiten. Die lassen sich lösen durch: Inzahlungnahme von minderjährigen Töchtern und alten Sofas, Abrechnung auf Papas Kreditkarte („Sag mal kleiner Scheißer, weißt du zufällig, wer Dr. Mc Dope ist und warum ich ihm 10.000 Euro schulde?) oder Übertragung von Flensburger Punkten (“Ja, ich habe das Auto geklaut und diese alte Dame über den Haufen gefahren, Herr Richter”). Damit auch ja alles mit rechten Dingen zugeht: Kein Bargeld aus den Harnröhren von Osteuropäerinnen annehmen. Im Zweifelsfall die Hells Angels konsultieren. Hände waschen nicht vergessen! Abhängigkeitsfördernde Kostproben als Werbekosten von der Steuer absetzen und Kuriere krankenversichern gegen vorzeitigen Durchfall.

Gute Verstecke/Schutz vor Polizei
Versand
Als erstes sucht man sich aufnahmebereite Bodypacker  (Achtung eine Darmpassage ist kürzer als ein Überseeflug.) In Frage kommen zum Beispiel überdosierte Backpacker. Nach einer unbemerkten Implantation des Kargo stellt man sie vor die Wahl: „Entweder du gehst zu den Bullen und heulst oder ich kenn da einen guten Arzt in Deutschland, wo du deine linke Niere gegen die viereinhalb Kilo Dope in deinem Körper zurücktauschen kannst.“ Auch immer gut: Tiere als Kuriere. Oder  illegal beschäftigte SolariummitarbeiterInnen aus Osteuropa. Diese werden gut gefüllt mit verbundenen Augen nachts im Wald vergraben und die Stelle ohne Karte mit dem Mond markiert.

Lagerung
Für die Endlagerung benötigt man ein raffiniertes Versteck (s.o.) Empfehlenswert wären da: überm Türrahmen, so dass es den ersten Polizisten erschlägt, der die Wohnung betritt,  in deiner Freundin (aber nicht das dann die Selbstbedienung losgeht!) einem Bekannten oder seiner Mudda, oder unters Volk bringen (=vergraben). Hierbei bekommt das Attribut “geruchsneutral” auch ausserhalb sanitärer Einrichtungen und Intimbereich eine zentrale Bedeutung. Zu erreichen durch: gar nichts. Deshalb Drogenhunde einfach austricksen: immer ein läufiges Hundeweibchen dabei haben. Alternativ einen Stock, diesen entweder aus dem Fenster oder auf die Gleise werfen.
Vor Polizeispionage durch Abhören des Telefons schützt man sich am besten durch Geheimcodes:
„Hallo, hier Heilkräuterversand Helge Hanf.“, „Mutti war der mann mit dem Käse schon da?“ oder „Es grünt so grün“ singen. Wenn alles schiefgeht gibt’s zum Glück das gss-Set: „Meine letzte Handlung“. Sprengt Dealer und jagt das Dope mit einer Rakete in die Luft.

Käufertypen
sollte man als erfolgsorientierter Dealer entlarven und artgerecht behandeln können. Da wären:
der User mit Billigwahn. Er textet dich solange zu bis du auf den Stapel aus Dope, Fernseher und 247 Euro auch noch deine Armbanduhr setzt, nur damit er endlich das Haus verläßt. Dagegen hilft nur eine Mischung aus Brennesseln und Mehl. Dem Serviceorientierten (”Wie, es ist doch erst 02:33 Uhr, da hat ja bald sogar noch Aldi offen!”) begegnet man am besten mit wohlwollender Geduld und Abschaffung des eigenen Privatlebens (“Nein, macht überhaupt nichts, dass du Sonntag nacht um 4h Sturm klingelst während gerade die Eltern meiner Freundin zu Besuch sind.”), da er ein zahlungsfreudiger Kunde ist.
Achtung: Unter allen Käufertypen ist die Annahme weit verbreitet, alles besäße eine äquivalente Menge Haschisch. Wir empfehlen, nicht darauf einzugehen, wenn einem statt Geld Schwiegermütter, Hemden (letzte) oder Körperteile angeboten werden. Ist man doch zur Annahme eines Körperteils gezwungen, sollte man sich für eine Niere oder einen ganzen Körper stundenweise entscheiden.
Und was tun, wenn die Kundschaft zu aufdringlich wird? Kurzfristig wirksam ist : vom Balkon pissen, die Haustür unter Strom setzen oder eine Klingel, die einen Flammenwerfer aktiviert. Dope vergiften und Polizei rufen schränkt die Besucherzahl langfristig und nachhaltig ein.

gss-Produkte rund ums Dealen
-“Kiffen leichtgemacht” – das Erklärvideo/Betriebsanleitung für effizienten Drogenkonsum mit
Inhalationsübungen. Zur Verteilung in Kindergärten und Schulen.
-weisse, THC absondernde Kontaktlinsen gegen rote Augen.
-Klingeltonanbieter, der auch AB Sprüche mit Ausreden verscherbelt, warum die verdammte Meute
einen wenigstens mal in Ruhe schlafen lassen soll.
-Cannabis PLUS! Kif mit Vitaminen, Steroiden, Dioptrien und IQ (mit dem kann man sich
unterhalten, wenn einen sonst keiner mehr versteht).
-Schmuggler-Fibel: Wie mache ichs einem Grenzbeamten.

Dies soll euch eine Lehre sein.
Eure
grossstadtsurvivor(.de) und ihre renitente Tipse

Zusatzinformationen

professionelle Dealertricks:
Beim Verkauf: Handy statt Waage benutzen “Bist du sicher dass es 0177 4357638 Gramm sind?”
“Komm schon, dafür leg ich auch noch eine Katze in einem Sack drauf!” oder das
„Sicher ist das Shit!“-Spiel: Dope ist kinderleicht und mit enormer Gewinnsteigerung ersetzbar gegen: Pfefferminze / Kot / Brennesseln. Wenn´s nicht knallt, wahlweise entgegnen: “kauf halt mehr.” oder Kleber auftragen.
Bei der Übergabe: „Guck mal hinter dir ist ein dreiäugiges Eichhörnchen!“ - und dann schnell davongerannt.
Bei der Bezahlung: “Dafür musst du dann aber auch meine Schwester heiraten!” (unter Arabern).

Dealen politisch korrekt:
Einkauf nur noch mit entsprechendem Drogenführerschein und 200 belegten “Flug”stunden (davon mindestens eine Nachtfahrt). Die Ware muß demnach ohne Kinderarbeit in gewerkschaftlichen Zusammenschlüssen produziert und biologisch-dynamisch angebaut sein. Das gibt´s im Demeter-Ökoanbau: wurmstichiges Gras, schmeckt wie Petersilie, kostet das Doppelte (nur mit Luft, Wasser und Liebe behandelt). Für jedes gekaufte Gramm wird außerdem ein Samen gesät (CO2 neutraler Handel). Fairer Handel ermöglicht internationale Sondervisa für Jamaikaner. Bis zu zehn Kilo Gras pro Flug und Dreadlock.
Verkauf organisiert sich in der DDG ( DeutschenDealergewerkschaft). Bei politischer Repression, unverhältnismäßiger Preiserhöhung (Inflation an der Börse) und Mundgeruch wird gestreikt. Und ruckzuck sind alle lammfromm.

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der_andere_held

One Response to “ Agentur für Arbeit empfiehlt: Drogen- und Menschenhandel - ein Beruf wie jeder andere! ”

  1. mist verdammt worher wissen die von dem gez mann

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