DER SPEICHEL - Die Seuche Nüchternheit

Vorweg ein paar schockierende Zahlen: Über 90 Prozent aller Verkehrsunfälle passieren unter ausschließlicher Beteiligung nüchterner Fahrer. Nahezu 100 Prozent aller Selbstmordattentäter begehen ihre Tat nüchtern. 100 Prozent aller Kampfhund-Beißattacken werden von nüchternen Hunden verübt. 49 Prozent aller Nüchternen haben einen IQ von unter 100 Punkten. Schon ein einziges Mal nüchtern sein kann zur lebenslangen Fortsetzung dieses Zustandes führen.

Man sieht: Die Folgen der Nüchternheit gehen weit über das Vorstellungsvermögen von Otto Normalbürger hinaus. Und dennoch gibt unser Staat keinen Cent dafür aus, die Menschen über die fatalen Folgen dieses Zustandes aufzuklären, noch sie per Prävention davor zu bewahren. Zum Glück geht der Trend unter Jugendlichen wieder hin zum Rausch. Das ist gerade deshalb besonders wichtig, weil dauerhafte Nüchternheit, besonders in jungen Jahren, Entwicklungsstörungen verursacht. So konnte herausgefunden werden, dass junge Erwachsene, die während ihrer Pubertät sich ausschließlich an Norm und Gesetz halten, weniger konfliktfähig und ausgereift sind. Entwicklungsstörungen wegen mangelnder Erfahrung und ein extrem schüchternes Verhalten stehen auf der Tagesordnung. „Ihnen fehlt einfach die experimentelle Phase.“, meinte ein einschlägig bekannter Professor, der an dieser Stelle ungenannt bleiben will, da er die Streichung von Fördermitteln befürchtet.

Doch nicht nur der Einzelne hat mit schlimmsten Nebenwirkungen zu rechnen, auch die Gesamtgesellschaft leidet unter dem Trend zur Abstinenz. Deutschlands Wirtschaft liegt am Boden und das ist kein Wunder, denn die Nüchternheit schlägt sich direkt im Bruttosozialprodukt nieder. So beschwerte sich der Kneipenbesitzer bei uns ums Eck, dass er seine „komplette Existenz durch all diese Nüchternen gefährdet“ sehe. Und die Pharma-Industrie lies uns wissen, dass der dauerhafte Verzicht auf chemische Substanzen zu einer erheblichen Verringerung der Lebensspanne führen kann. „Ein Leben ohne Chemie können wir uns nicht vorstellen!“, diktierten sie uns ins Notizbuch. Das Problem ist schlimmer als bisher angenommen. Doch ernst nimmt dies derzeit keiner. Weder in Beratungsstellen, die fast jeden Nüchternen wieder nach Hause schicken, noch in den Behörden, die in amtlichen Statistiken nicht einmal die Nüchterntoten ausweisen. Medial ist dies der erste uns bekannte Artikel, der sich mit den Folgen der Nüchternheit beschäftigt. Forschungsaufträge und ähnliches

sind uns nicht bekannt. Doch dieses Thema muss aufgearbeitet werden und ihr könnt sicher sein, wir bleiben für euch am Ball!

eure grossstadtsurvivor

Zwei Aussteiger berichten von ihrem Leidensweg

Die beiden von uns interviewten Personen möchten aus verständlichen Gründen ungenannt bleiben. Wichtig zu wissen ist aber, dass sie weit über die Hälfte ihres Lebens in nüchternem Zustand verbracht haben und auch heutzutage noch hin und wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Denn der Ausstieg ist schwer und selten endgültig. Doch lassen wir sie selbst berichten.

Der Speichel: Hallo ihr beiden! Zuallererst mal: Wielange genau habt ihr denn jetzt eigentlich nüchtern gelebt?

Mr.X und Mr.Y: Beinahe 16 Jahre. Das war eine wirklich harte Zeit. Die Partys waren lahm, das chillen ungemütlich und von unserem Selbstbewusstsein wollen wir hier erst gar nicht reden.

Der Speichel: Nun mal von Anfang an, wie kams dazu, dass ihr nüchtern

wurdet?

Mr. X.: Nun, eines Tages hatte ich eine Erscheinung. Marion Caspers- Merk kam zu mir angeflogen und bekehrte mich in meinem kompletten Leben nie wieder Drogen zu konsumieren.

Mr. Y.: Bei mir war es die Erziehung. Meine Eltern legten von Anfang an Wert auf ein nüchternes Leben. Das konnte ja nur schief gehen.

Mr. X.:: Ja, ja die Spießer-Gerneration eben.

Der Speichel: Und wie wirkte sich die Nüchternheit auf euer soziales Leben aus?

Mr. Y.: Mir ging es total dreckig. Ich hatte keine Freunde, weil ich ja überhaupt nicht wusste, was ich mit denen hätte anfangen sollen. Ich hatte auch generell wenig Spaß am Leben und hab oft über Selbstmord nachgedacht.

Mr. X.: Überlegen sie mal, wie soll man so eine Freundin finden? Das wird dann alles nur noch schlimmer, denn je mehr ich auch ausgestoßen wurde desto nüchterner wurde ich.

Der Speichel: Und wie kam es dann, dass ihr euch von der Nüchternheit

abgewendet habt?

Mr. X.: Nun, in Berlin gibt es eine neuartige Therapie: Die Grosstadtsurvivung, zwei hervorragend Ausgebildete Drogenuser und Lebensgenießer führen einen dort in die reale Welt zurück.

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One Response to “ DER SPEICHEL - Die Seuche Nüchternheit ”

  1. Der Artikel ist falsch formatiert.

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