Tatü-Tata, der Terrorist ist da

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Alle reden vom Terror: Wir machen ihn!

Eine Bedrohung rollt durch unser Land. Unnachgiebig zermalmt sie Bürgerrechte und verbreitet Angst und Schrecken wo sie nur hinkommt. Wolfgang Schäuble ist unterwegs.

Als Kiffer hat man es zur Zeit nicht leicht. Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen, Infrarothubschrauber, Lauschangriff. Einmal den falschen Dünger bestellt, schon tritt einem die Polizei die Tür ein, bloss weil man damit „zufällig“ auch Bomben bauen kann. Schuld ist nur der internationale Terrorismus. Religiös motivierte politische Extremisten wie die RAF, die ETA oder der Dalai Lama, die uns mit ihren schreckenerregenden Ideologien in ein neues Zeitalter zwingen wollen.

Damit auch du rechtzeitig erkennst, wann Omas Abhandlungen über die Pflichthaftigkeit des Kirchbesuchs an Weihnachten die Grenzen des politisch Vertretbaren verlassen und den NATO-Bündnisfall erzwingen, hier das informationsgeschwängerte gss-Taschenbuch des internationalen Terrorismus. Heil der internationalen la Victoria Siempre!

Terroristen erkennen

Mutti, sind eigentlich alle Männer mit Bart Terroristen? Ok, Terroristen haben lange Bärte -die Klischees über sie auch. Hier ein simples Schema mit dem sie ganz leicht den Sohn der Nachbarn als Selbstmordattentäter enttarnen:

Alle Terroristen besitzen einen Koran, gucken zu viele Schulmädchenpornos (siehe Jungfrauenfixierung), spielen Computer-Ballerspiele, hatten noch keinen Sex, dafür aber einen langen Bart, sind dank der hygienischen Zustände in Afghanistans Felsenwelt nur spärlich gewaschen und sollten dringend mal zur Supernanny.

Welche Anschlagsform passt zu dir?

Herzlich willkommen bei der großen grossstadtsurvivor-Terrortypberatung. Für all die Unentschlossenen unter Euch hier ein paar Ideen zur ersten Einordnung eures Projekts. Denn es kann doch nicht angehen das deutscher Terror fast ausschließlich von ausländischen Billiglöhnern organisiert wird!

Du liebst die Langstreckenrakete? Betrachtest die Kollateralschäden am liebsten aus dem reichverzierten Fernsehsessel? Deine erste Wahl bei der Jobsuche als Botschafter von Angst und Schrecken ist natürlich die Position des größenwahnsinnigen Führers eines Zwergenstaates:

Atombomber

Für diesen, zugegebenermaßen gutbezahlten und im Vergleich zum Selbstmordbomber relativ sicheren Arbeitsplatz braucht man ein ordentliches Maß Selbstüberschätzung und sollte auch sonst eher so der „ Juhu-wir-bomben-die-Erde-in-Schutt-und-Asche“-Typ sein. Leider geht hier nichts ohne Netzwerke wie Drahtseile. Solltet ihr euch also nicht der Rückendeckung durch die USA, China oder wenigstens dem Iran sicher sein, seid ihr schneller auf Hausarrest als der Führer eurer Nachfolge-Militärjunta „demokratische Legitimierung“ sagen kann. Idealerweise besitzt man als Staatsterrorist einen Erzfeind und somit idealen Sündenbock für große und kleine Aussetzer (bspw. das World Trade Center in die Luft jagen, Polen überfallen, vergessen die Spülmaschine auszuräumen).

Und warum? Nur für den Kick für den Augenblick?

Die Gründe für den Terror des Typs “notorisch schlechtgelaunter Kleinstaattyrann” sind meist eher diffus. Von einem Gefühl moralischer Überlegenheit, über einen zu kleinen Penis bis hin zu allgemeinem Unwohlsein ist meist alles dabei.

Dein Volk hungert? Ja, nach Waffen!

Um Bausünden und Nervensägen als professioneller Staatsterrorist zu begegnen braucht man eine Atombombe: Eine Jedermannswaffe wie wir demletzt in Berlin-Neukölln belauschen durften: “Ey is doch total simpel Alta! Nimmst du Atom, baust du Bombe drum rum.”

Schorsch Dabbelju, weltgrößter Terroristenjäger: „Mein Daddy ist der Größte, fucking worldwide!“

Oder es ist alles ganz anders und du willst eigentlich nur ficken? 99 Jungfrauen reichen dir als Grund das Leben zu verlassen? Dann bist du doch bestimmt der:

Sprengstoffgürtelali

Typen wie dich versorgt unser kleiner Terrorladen mit einem besonders “explosiven” Spezialangebot: Eine plutoniumgefüllte, „schmutzige“ Bombe und dazu ein Hochglanzmagazin zur Einstimmung auf die Jungfrauen.

Dem Problem mit ihrer Sexualität können Menschen wie du übrigens auch ohne Selbstgefährdung begegnen! Terror gegen Sex!
Haben auch sie Angst das ihre Kinder zu früh in Kontakt mit Sexualität kommen könnten, oder ihre Frau dem Nachbarn heimlich Ihr Haar zeigt? Überziehen sie einfach ihren örtlichen Erotiksupermarkt mit Terror! Verwechseln sie doch mal die Schlüssel zu den Handschellen, packen sie Glassplitter in Sextoys, Löcher in Gummis oder gleich einen gemütlichen Brandsatz ins Schaufenster. Das sorgt für eine Nachbarschaft in der Anstand und Sitten noch groß geschrieben werden. Jetzt neu im Angebot: Ahhh-Boom … Die Tretmine in Form eines Kondoms … Auslösung durch Orgasmus!

Als Sprengstoffgürtelali ist man ja bezüglich seiner Einnahmequellen beinahe ebenso beschränkt wie bezüglich seiner Lebenserwartung. Deshalb hier eine Liste terroristischer Geschäftsbereiche und wie sie auszuweiten sind: Entführungen - Nicht nur Eltern, Eheleute oder Geschäftspartner sind lohnende Zielobjekte, es gibt noch so viel mehr, was für manche einen hohen Preis hat. Hohe Lösegelder lassen sich auch mit Lieblingskuscheltieren und peinlichen Tagebuchabschnitten einfordern. Bombenterror - nicht nur gegen Staaten und Interimsregierungen, sondern gegen Bezahlung auch gegen Vertretungslehrer und Freunde des falschen Fu0ßallvereins. Biowaffen - Viel günstiger: Kampfhunde oder die wahrscheinlich größte und lauteste Biowaffe der Welt: Einen Elefanten über Zielgebiet abwerfen.

Flugzeuge kapern - geht besonders preiswert nach dem Mittagessen indem man den Skymarschalls und anschließend dem Piloten heißen Tee mit viel Salz in die Augen kippt. (Von wegen keine Waffen mehr an Bord!)

Videobombschaft - Zwei Fliegen mit einer Klappe, bekommt aber leider nicht soviel Öffentlichkeit da sie sich und Anwesende nach Betrachtung selbst zerstört.

Erpressung - Drohungen die der westlichen Welt wirklich wehtun würden: “Wenn nicht . . ., dann: schmeißen wir einen Dollar weg! wahlweise auch: stellen wir die Kokainproduktion ein!”

Bombotours - In Krisenregionen reisen, Grundausbildung erhalten und auf dem Rückflug in die Luft gehen (Rückflug gratis) Für Frühbucher: Eine Jungfrau im Voraus.

Doch was ist so toll am Leben zwischen Keuschheits- und Bombengürtel? Wir lassen einen Profi zu Wort kommen: Kalle (Selbstmordattentäter in spe): “Eigentlich wollte ich immer Fleischereifachverkäufer werden, aber dann bin ich auf den internationalen Terrorismus aufmerksam geworden. Und was soll ich sagen… die Arbeitszeiten haben mich einfach echt überzeugt! Gesamtarbeitszeit fünf Minuten, Arbeitsleistung ein Fingerdruck. Dann isses zwar auch vorbei, aber dafür nervt mich das Scheiß-Amt nicht mehr ständig ab.”

Aber eigentlich ist dir das alles zu heftig, denn dich nervt nur deine Mudder oder die Scheißpubertät? Tja, Mudder, da hast du wohl Tor eins erwischt mit dem:

Terrortrainee

Terror mittels qualvoller Dezibel ist schließlich schon im frühkindlichen Entwicklungsstadium der Weg zu Flasche und Brust (den eigentlichen Zielen eines jeden Terroristen). Deshalb fordern wir die Hinrichtung von Terrorverdächtigen jeden Alters nach Hausfrauen - äh - amerikanisch-iranischer Art. Denn entgegen dem allgemeinen Konsens sind Papierfliegerwürfe an die Tafel kein harmloser Lausbubenstreich. Früh übt sich, wer einmal das WTC in Schutt und Asche legen will!

Terror leicht gemacht für Einsteiger

Sie wollen also Terrorist werden? Dann suchen sie sich doch erstmal ein Opfer das schwächer ist als sie oder zumindest irgendwie doof. Tolle Terroropfer für den Einsteiger sind zum Beispiel Nachbarn, Exliebhaber, Lehrer, Eltern, hilflose ältere Menschen. Zur spezifischen Terrorisierung stehen dem Anfänger mit zunehmendem Eskalationsgrad folgende Terroristenwerkzeuge zum fröhlichen Foltern und Verschleppen zur Verfügung. Man beginnt die Auseinandersetzung mit ausdauernder schlechter Musik und fügt dazu Passivrauch- und Bierbomben. Entsteht kein richtiges Terrorfeeling, sondern eine mittelprächtige Party, hilft nur noch ein Bild von dir in der Pubertät.

Weitere Terrormaßnahmen für den Hausgebrauch sind: Bier im Eisfach, ewig nicht die Zähne putzen, Anzeige schalten: Herr X verschenkt morgen um 05:00 sein komplettes Vermögen - bitte klingeln, Automatischen Weckdienst für dein komplettes Telefonbuch bestellen, auf allen Fernsehsendern Deutschlands einen Tag lang nur moderne Theaterinszenierungen zeigen. Als Bekennerbrief reichen in diesem Stadium übrigens Post-Its.

Im Ausland hilft Terrourismus: Essen immer zurückgehen lassen, kein Trinkgeld geben, dem Zimmermädchen an den Po greifen.

Für Ambitionierte bietet unser kleiner Terrorladen das Set: Der kleine Sprengmeister. Es enthält ein Feuerzeug, 100 Chinaböller, ein Stahlrohr, einen Kanister Benzin. Geeignet ab 8 Jahren. Für Kindergeburtstage ausserdem: Die kleine Terrorbande: beinhaltet 12 mal das Set “kleiner Sprengmeister” plus einen Gehirnwaschsalon im Taschenformat (beinhaltet Säge, Wasser, einen Lappen und Politur.)

Aber genug der Theorie, lassen wir die Profis sprechen, vom glorreichen Leben als Osama bin Ladens Mini-me. Denn mit Terror kann man alles erreichen! Terrorneuling Horst G. bekennt: “Da soll sich die Alte mal nicht wundern wenn morgen ihr Köter gesprengt wird. Selbst schuld wenn sie mir keine Schnittchen machen will.” Auch Jakob W., erst frisch auf ein bayrisches Dorf zugezogen, meint: ” Immer dieses gebimmel in der früh … und dann versperrt mir dieser Kirchturm auch noch die Sicht. Wozu wohn ich denn auf dem Land?”

Man muss übrigens nicht gleich selbst ins Terrorbusiness einsteigen, sondern kann ganz einfach internationalen Terrorismus von zuhause aus unterstützen: So rechts wie möglich wählen (derzeit: SPD) und Menschen mit Migrationshintergrund schief angucken.

Legalisierung: Die Regierung in die Knie kiffen

Man kann Terror aber auch für nützliche Dinge verwenden. Zum Beispiel die Durchsetzung des dringlichsten Anliegens aller Zeiten (nach der Befriedung von Darfur und der Einstufung der CSU als politischen Arm einer Terrororganisation): Die Legalisierung von Cannabis!

Selbstverwirklichung in drei Eskalationsstufen. Effektivste, aber auch gnadenloseste Variante: Der Bundesgesundheitsministerin solange verbleites Gras verkaufen bis sie aufgibt und einsieht.

Etwas harmloser: Rainer Thomasius schächten.

Für Anfänger: Der Bundesgesundheitsministerin einen abgetrennten Pferdekopf aufs Kopfkissen legen.

In der Realität: Sind Kiffer dann aber blöderweise doch zu friedlich für sowas. Zum Glück ist dieses Teufelszeug verboten.

Rauchen für den Weltfrieden:

eure grossstadtsurvivor

Bild: Pierre J.

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